Prüfungssegen

Aufgrund der Pandemie beginnen die ersten Prüfungen der verschiedenen Schul-Abschlüsse erst Ende Mai. Das Evangelische Jugendwerk im Kirchenbezirk Waiblingen bietet mit der Aktion „Prüfungssegen“ den Abiturienten sowie den Prüflingen der Real- und Gemeinschaftsschulen an, sich im Vorfeld und natürlich in der Zeit ihrer Prüfungen unter den Segen Gottes zu stellen. Dies geschieht anhand eines Kärtchens mit einem Segensspruch und einer beiliegenden kleinen Süßigkeit als „Futter für die Nerven“.

Prüfungen haben wir alle schon erlebt: in Schule, Studium, Beruf und beim Führerschein, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Meistens gehen Prüfungen einher mit Nervosität und Anspannung, manchmal auch mit Übelkeit und Ängsten. Denn in Prüfungen geht es um was. Soll heißen, wer geprüft wird, der hat auch ein Ziel vor Augen, das man gewillt ist zu erreichen.

Oft geht der Prüfung oder den Prüfungen eine nicht unerhebliche Zeit der Vorbereitung voraus.

In der Bibel gibt es auch viele Geschichten von Personen mit einer bestimmten Aufgabe betraut oder in Versuchung geführt wurden, was ja auch eine Art von Prüfung darstellt. Als sehr krasses Beispiel dient hier der arme Hiob. Gott ist so sehr von Hiob`s Standhaftigkeit im Glauben zu Gott überzeugt, dass er dem Teufel erlaubt, Hiob auf die Probe zu stellen, also seinen Glauben zu prüfen. Und für Hiob kommt es richtig dicke. Wer will darf sich das Buch Hiob mal zu Gemüte führen.

Am Ende bleibt der gute Hiob – trotz dem Verlust seiner Gesundheit, Frau, Freunde und seines Hab & Gut – standhaft und besteht so diese Prüfung. Der Segen Gottes lässt ihn in dieser Zeit nicht wanken.

Der Ausbruch und die Folgen der Pandemie ist für viele von uns auch eine harte Prüfung und vermutlich noch viel mehr. Es ist vor allem auch eine Prüfung, wie es um unsere Gesellschaft und Gemeinschaft sowie Solidarität bestellt ist. Hamsterkäufe und egoistisches Verhalten lassen daran zweifeln. Doch wo Schatten ist, da ist Gott sei Dank auch viel Licht. So gibt es sehr viele herausragende Beispiele von Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl in diesen schwierigen Zeiten.

Sich in schweren Zeiten von Prüfungen, Leiden und Not dem Segen Gottes gewiss zu sein, ersetzt nicht das Elementare physische Bedürfnis z.B. nach Nahrung, Zuhause und menschlicher Nähe. Jedoch zu wissen, dass Gott mich sieht und um meine Bedürfnisse weiß, als auch um meinen Gemütszustand, das kann meine Seele ruhig werden lassen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie vor allem in Zeiten von Prüfungen jeglicher Art sich Gottes Zuspruch und Segen sicher sein dürfen.

Gottes Segen für Sie und Ihre Lieben!

 Diakon Sven März, evangelische Kirchengemeinde Fellbach

Das aktuelle Wort zum Sonntag sowie alle älteren Beiträge sind auch im Fellbacher Stadtanzeiger und dessen Archiv zu finden.