„Willkommen zum Gottesdienst auf der Baustelle“

So steht es sonntags mit dicken Lettern auf dem Aufsteller vor der Kirchentür. Auch in der Umbauzeit unserer Pauluskirche können wir Gottesdienste feiern – unter etwas anderen Umständen und von rot-weißen Baustellen-Abschrankungen zu den Sitzplätzen geleitet.

In großen Schritten schreitet die Renovierung voran. Nachdem im hinteren Kirchenschiff die Bänke ausgebaut und durch fleißige Hände der ehrenamtlichen „Task-Force-Pauluskirche“ von den kaputten Heizstrahlern befreit wurden, konnten Kanäle für die neue Verkabelung angelegt und die Kabelstränge bereits verlegt werden. Nun sind die Elektriker mit der Montage der Heizkörper beschäftigt. Eine Besonderheit ist die Fußbodenheizung im südlichen Seitenschiff, das zur Unterstützung der Kirchenheizung in all den Fällen eingesetzt werden kann, wenn ein längerer Aufenthalt im Seitenschiff nötig ist – z.B. für die Kleinkinderecke während des Gottesdienstes oder bei Feierabendmahlen, Seniorengeburtstagsfeiern, usw.

Für die Fußbodenheizung – wie auch für die Verlegung der Heizungskabeln – sind an mehreren Stellen die Steinfliesen abgelöst worden. Es war eine besonders anspruchsvolle Arbeit, denn der Denkmalschutz will keine gravierenden Veränderungen – die alten Fliesen kommen wieder an ihren  angestammten Ort. Ganz nebenbei wird auch die neue Beschallungsanlage, die wir seit geraumer Zeit haben, nun endgültig aktiviert, und bald werden auch die Sanitärräume neu gerichtet. So hoffen wir, die Pauluskirche kurz vor Weihnachten in einem – vielleicht noch nicht ganz fertigen – aber auf jeden Fall „ganz“ brauchbaren Zustand wieder in Besitz nehmen können.

Auch die Entwicklung der Finanzierung dieses Großprojektes gibt Anlass zur Hoffnung. Von den ursprünglich als Eigenbeitrag anvisierten 75.000 € sind bereits 64.000 € gespendet worden – durch Einzelspenden, Gottesdienstopfern und besonderen Spendenaktionen.

Aber wie das so ist, wenn ein Gebäude saniert wird, stellen sich die Ausgaben während der Bauzeit nochmals anders dar: Ein neuer Mesnerpult im Kirchenraum wird die Einstellung der Beschallungsanlage, das Läuten der Glocken und die Beleuchtungsregelung deutlich praktikabler gestalten; Und ein neues Konzept zum Ersetzen der unzulänglichen Beleuchtung auf der Empore erfüllt einen Herzenswunsch des Kirchenchores und auch der dort auftretenden Instrumentalisten. Allerdings sind diese zusätzlichen Umbauten nicht umsonst zu haben – und so wurde das Spendenziel im Bauausschuss auf 90.000 € erhöht. Wir sind sicher: Die Anstrengung lohnt sich! Bald schon können wir uns auf eine gut beheizbare, in Teilen runderneuerte und mit manchen überraschenden Ideen ausgestattete Pauluskirche freuen.

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Ihr Pfarrer Pál Gémes