Weiterentwicklung der Fusion

Kirchengemeinderatsklausur 30. Juni – 2. Juli 2017

Seit dreieinhalb Jahren – mit der letzten Kirchenwahl 1. Dezember 2013 – besteht nun die Fusion unserer Evangelischen Kirchengemeinde Fellbach aus ehemals vier selbständigen Kirchengemeinden. Das ist ein langer Weg. Von den Mitgliedern des Kirchengemeinderats und den Parochien wurde auf dem gemeinsamen Klausurtag in der Tagungsstätte Bad Boll festgestellt, dass längst viele positiven Schritte gegangen worden sind. Folgende Stichworte weisen darauf hin:
„Gottesdienstlandschaft“, Mitarbeiterbegleitung, Kooperation mit dem CVJM und dem Evangelischen Verein, Öffentlichkeitsarbeit, Erwachsenenbildung, Immobilienkonzept, Feste, Ferienwaldheim, Hauskreise, Arbeit mit Geflüchteten, Ökumene, Fellbacher Weltwochen usw.

Auch die Strukturen verändern sich weiter: Pfarrpläne 2018 und 2030, die geplante Standortaufgabe Melanchthonkirche und die Kirchenwahl 2019, sowie ein nötiger neuer Zuschnitt der Pfarrdienste stehen vor uns.

Moderiert durch Fachberatung vom Oberkirchenrat ging der Klausurtag drei
Leitfragen entlang:

Wie kann ein neuer Zuschnitt der Pfarrdienste in Fellbach aussehen. Der zu große Seelsorgebezirk des geschäftsführenden Pfarrers soll aufgrund der Aufgabenfülle verkleinert und zugunsten der Geschäftsführung entlastet werden.

Derzeit ist die Anzahl der Gemeindeglieder so verteilt:

Johannes-Brenz und Melanchthon:1.331Pfarrer Bossert
Luther Mitte:1.965Pfarrer Steinestel
Luther West:1.845Pfarrer Maier
Paulus:2.345Pfarrer Gémes

Vorschlag von Dekan Hertneck: Der Seelsorgebezirk des geschäftsführenden Pfarrers sollte etwa 1300 Gemeindeglieder groß sein, da die Aufgabenfülle der Geschäftsführung – auch bei Teilung der Geschäftsführung mit der gewählten Vorsitzenden der Kirchengemeinde – sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Bis Jahresende wird ein Neuzuschnitt der Seelsorgebezirke erarbeitet.

Welche Auswirkung haben die Standortaufgabe Melanchthonkirche und die Kirchenwahl 2019 auf eine Weiterentwicklung unserer Struktur?

Die Diskussion ergab mehrere Vorschläge:

  1. Reduzierung auf dann drei Parochien
  2. auf zwei Parochien (Nord und Süd)
  3. Auflösung aller Parochien, und stattdessen Leitungsgremien für die Standorte (Luther, Paulus, Johannes-Brenz), mit weniger formal strengen Richtlinien, wie sie jedoch seither nach der Ortssatzung für Parochieausschüsse gelten.

Vorgehen: Ein Strukturgremium (beide Vorsitzende, Kirchenpfleger und je ein KGRMitglied aus den vier bestehenden Parochien) unter Fachberatung des Oberkirchenrats erarbeitet Vorschläge und greift zudem Anregungen der Parochien mit auf.

Im Frühjahr 2018 wird im nächsten Gemeindeforum das Zwischenergebnis vorgestellt und weitere Anregungen seitens der Kirchengemeinde gesammelt.

Der Pfarrplan 2018 sieht eine Stellenkürzung von vier auf dreieinhalb vor, die spätestens dann greift, wenn Pfarrer Maier in Ruhestand geht. Die nächste Pfarrstellenkürzung auf drei Pfarrstellen wird spätesten 2030 sein. Wie sehen dann die Aufgabenverteilungen und Seelsorgebezirke der PfarrerInnen aus?

Diese Vorgaben und Fragen werden bei der Beantwortung der ersten beiden Fragen mitbedacht.

Auch über diesen Prozess werden wir Sie, wie beim Immobilienkonzept, im Gemeindebrief und auf der Homepage auf dem Laufenden halten.


Eva Bosch und Pfarrer Eberhard Steinestel