Von Schwaben nach Niederbayern – Pfarrerin Grapentin verabschiedet sich

Pfarrerin Anna Grapentin auf dem Weg

1. September 2018

Ja mei! Seit Anfang September arbeite ich in der Bayerischen Landeskirche. Da nach Ende meines Probedienstes ohnehin ein Stellenwechsel anstand und mein Mann ein Unternehmen in Eichstätt leitet, haben wir uns entschieden, dorthin zu ziehen. Mit Bischofssitz und katholischer Universität bin ich gespannt, was eine evangelische Pfarrerin hier so alles erwartet. Vom Dialekt mal ganz abgesehen! Ich arbeite in Ingolstadt an einer Oberschule und werde im Frühjahr voraussichtlich noch eine Gemeindestelle dazu erhalten.

Aus meinem anfänglichen „Pfarrerin light“-Dasein in Fellbach ist leider nichts geworden – Gott sei Dank! Mit Haut und Haaren bin ich bei Ihnen gelandet und bin sehr dankbar dafür. Nicht nur die quirlige Kinderbibelwoche mit motiviertem Mitarbeitendenteam, die flexiblen Konfis samt Eltern und die aufgeschlossenen Weingärtner beim Erntebittgottesdienst haben es mir leicht gemacht, für diese – wenn auch nur kurze – Zeit Pfarrerin in Fellbach zu sein. Dazu kamen unzählige ermutigende Gespräche, schöne Gottesdienste, hilfsbereite Kollegen und schließlich die konkrete Zusammenarbeit mit den Menschen der Melanchthon- und der Johannes-Brenz-Kirche. Trotz der zu meisternden Hürden und der unsteten Zeiten habe ich viel Lachen und Herzlichkeit erleben dürfen. Haben Sie vielen Dank dafür! Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Hoffnung und das Vertrauen darauf behalten, dass Gott aus dem, was Sie tun und anstoßen, so viel mehr machen kann, als wir es uns vorstellen. In Phil 4,13 steht: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“ Diese Zusage führe auch ich mir in der niederbayerischen Diaspora zu Herzen – vielleicht auch mal bei einem ordentlichen Weißwurstfrühstück.

Gott befohlen, Ihre Pfarrerin Anna Grapentin