Erinnerung vs. Hoffnung

Böse Erinnerungen holen uns ein, wenn wir den Geschehnissen der letzten Woche folgen. Terroristen sorgen scheinbar jetzt regelmäßiger dafür, dass die bösen Erinnerungen in uns wacher bleiben, als die guten. Und was mir dabei wichtig ist: Egal ob rechter, linker oder religiöser Terror: Die Täter sind Terroristen die nicht wissen was sie tun – sie sind einfach Terroristen. Beim schreiben geht es mir gar so, dass sich ein Gefühl einschleicht, dass zwischen dem Schreiben dieser Zeilen und der Veröffentlichung noch mehr terroristisches passiert sein könnte.

In dieser Zeit war auch Karfreitag und Ostern – eines unserer wichtigsten Feste! Da erinnern wir uns an den grausamen Tod Jesu am Kreuz, der für die Schuld der Welt(übrigens auch die der Terroristen!) diesen Tod leiden musste, damit wir versöhnt sind mit Gott. Mit ihm werden zwei Mörder hingerichtet. Und einer wagt es die Frage zu stellen: Herr gedenke meiner! Und er bekommt die Antwort: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein. Auf dem Hintergrund des zuvor gesagten und geschehenen muten diese Worte plötzlich sehr merkwürdig an. Dabei bleibt es aber nicht: Seit Ostern wissen wir, dass nicht nur der eine Mörder mit auferstanden ist, sondern auch wir auferstehen werden! Das ist die größte Hoffnung die die Welt je erhalten hat! Und was erleben oder erfahren wir in unserer Gesellschaft von dieser Hoffnung? Viele wenden sich gleichgültig ab, obwohl gerade darin die einzige Strategie, die einzige Antwort gegen Terror, Krieg und Unfrieden liegt. Aus dem Glauben und der Nachfolge Jesu Christi erwächst Friede und Hoffnung, übrigens ein Glaube, den uns niemand mehr nehmen kann.

Da passen die Worte aus dem Buch Prediger 12, Vers 1: „ Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage und Jahre kommen, von denen du sagen wirst: Sie gefallen mir nicht“. Oder mit meinen Worten: Nütze die Zeit des Friedens, die Fragen des Glaubens zu klären, damit du in Zeiten der Anfechtung, der Probleme und des Unfriedens Gewissheit des Glaubens hast.

Diakon Kurt Schmauder

Jugendreferent im CVJM Fellbach