Planungsstand für unsere Gebäude

Dankbar schauen wir zurück auf das Gemeindeforum am 12.Mai 2016 im Paul- Gerhardt-Haus, wo hinsichtlich der Gebäudekonzeption der Kirchengemeinde die Informationen und mögliche Konsequenzen vorgestellt wurden. Interesse und Aufmerksamkeit waren hoch und viele Rückmeldungen ermutigen uns, als Kirchengemeinderat zügig Entscheidungen zu treffen und weiter zu planen. Auf seinem Klausurwochenende erstellte der Kirchengemeinderat einen Zeitplan für das weitere Vorgehen – diesen stellen wir ihnen hiermit vor. Sie können hier auf der Homepage und in den folgenden Gemeindebriefen die weitere Entwicklung verfolgen können.

Letzte Aktualisierung: Februar 2018

Zukünftig wird die Kirchengemeinde drei Standorte als Schwerpunkte haben:

  1. Direkt bei der Lutherkirche / Cannstatter Straße sollen neue Räumlichkeiten der Kirchengemeinde erstellt werden.
    Ziel: Die Gemeindearbeit zusammen zu  führen, die im Paul-Gerhardt-Haus und im Melanchthonzentrum untergebracht sind.  Auch wird durch die unmittelbare Kombination mit der Lutherkirche Neues möglich.

  2. Pauluskirche samt Gemeindearbeit und Kooperationen im Stadtteil-und- Familienzentrum (SFZ).

  3. Johannes-Brenz-Gemeindezentrum im Lindle

Melanchthon-Kirche und -Gemeindezentrum

Ziel: Beide Gebäude sollen als Gebäude der Kirchengemeinde aufgegeben werden.

Stand (Februar 2018): Im Ausschuss „Zukunft Melanchthon“ wurden diverse Optionen geprüft.
Ergebnis: Eine Umnutzung der Melanchthonkirche ist nicht möglich, da sie eine sogenannte Zeltkirche aus Beton ist. Bei Umnutzung müssten diverse Bauauflagen auch in Bezug auf eine energetische Sanierung erfüllt werden, die einen kompletten Umbau/Neubau erfordern würden.

Zudem sind Kirchengebäude, angebauter Kindergarten und Gemeinderäume baulich als Einheit zu sehen, wobei der Kindergarten, der sehr renovierungsbedürftig ist, unbedingt erhalten bleiben soll. Der Kirchengemeinderat verhandelt daher auf Empfehlung des Ausschusses mit der Stadt. Diese hat Interesse an einem ausgebauten Kindergartenzentrum und an Möglichkeiten für innerstädtischen Wohnraum.

Im Oktober 2017 wurde seitens der Kirche ein Gespräch mit Stadt, Evangelischem Verein und Grundstücksbesitzer Pfarreistiftung der Landeskirche geführt. Die Stadt hat daraufhin eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis erfahren wir Ende Februar 2018. Wenn der Umzug für die Gruppen und Kreise der Melanchthongemeinde aktuell wird, wird sich der Parochieausschuss Melanchthonkirche mit ihnen in Verbindung setzen.

Zum Pfarrhaus / Wohnhaus Albert-Schweitzer-Str. / Esslinger Straße

Ziel: Die Möglichkeiten eines Verkaufs oder einer Renovierung und Vermietung sollten bis Jahresende 2016 recherchiert und zur Entscheidung geführt werden. Die Umsetzung ist angestrebt bis Ende 2017.

Stand: Der Kirchengemeinderat hat im Januar 2017 beschlossen, das Haus zu behalten und sukzessive zu renovieren und so zu verwalten, dass die Mieteinnahmen mit zur Finanzierung der Gemeindearbeit genutzt werden können. Die Voraussetzung dazu: Das Finanzierungssystem des Bezirks wird von der Bedarfszuweisung auf Budgetierung umgestellt, was seitens des Kirchenbezirks inzwischen bis 2019 angestrebt ist. Eine Wohnung wurde 2017 renoviert und wieder neu vermietet. Eine zweite Wohnung wird bis Anfang 2018 ebenfalls renoviert und vermietet.

Waldschlössle

Stand (Februar 2018): Im Februar 2017 wurden die damaligen Baupläne genehmigt. Inzwischen wurden die Pläne geändert, die Aufstockung des Saalgebäudes unterbleibt. Der neue Bauantrag wurde Im Dezember 2017 eingereicht. Kommt das Verfahren zeitnah zum Abschluss, wird an die bisherigen Verhandlungsergebnisse angeknüpft. Andere Möglichkeiten bleiben gewahrt.

Verwaltungsgebäude Seestraße 4

Stand: Das Verwaltungsgebäude benötigt eine neue Telefonanlage, da die alte nicht mehr richtig funktioniert. Gleichzeitig müssen auch die gesamten Kabel neu verlegt werden. Die Maßnahmen sind beschlossen und für 2018 vorgesehen.

Paul-Gerhardt-Haus (PGH)

Ziel: Gespräche mit Interessenten / Investoren sollen geführt werden, ebenfalls mit dem Evangelischen Verein und der Stadt Fellbach über Bebauungs- und Nutzungsmöglichkeiten des PGH-Geländes. Ergebnisse wurden bis März 2017 angestrebt.

Stand (Februar 2018): Da der Verkauf gekoppelt istan den Bau des Gemeindezentrumsin der Cannstatter Straße und diesmit städteplanerischen Entwicklungenam dortigen Standort zusammenhängt, sind hier die Ergebnissenicht so schnell zu erwarten.

Im Oktober 2017 wurde seitens der Kirche ein Gespräch mit Stadt, Evangelischem Verein und der Pfarreistiftung der Landeskirche geführt. Stadt Fellbach klärt mit der Pfarreistiftung, ob diese eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Cannstatter Straße

Ziel: Aufstellen des Flächen- bzw. Raumbedarfs für die Kirchengemeinde sollte bis Jahresende 2016 erfolgen.
Ziel: Die Gespräche mit der Stadt Fellbach über Machbarkeit, Zeitplan und Realisierungschancen werden bis März 2017 geführt.

Stand (Februar 2018): Eine Aufstellung des Flächen- und Raumbedarfs liegt mittlerweile vor, sie wird weiter ergänzt. Gespräche ergaben, dass gegenüber bestehenden Überlegungen (vor ca. 15 Jahren) eine von Grund auf neue Planung notwendig ist. Es besteht seitens der Stadt sehr großes Interesse. Ein Zeitplan mit einer To-Do-Liste wurde in einem Gespräch im März 2017 zwischen Kirche und Stadt aufgestellt.
Auch hier wurde Mitte Oktober 2017 seitens Kirche ein Gespräch mit Stadt und Pfarreistiftung der Landeskirche zu diesem Thema geführt.
Ergebnis: Die Bebauung „neue Mitte“ hat für die Stadt Fellbach neue Priorität erlangt durch die Verlängerung der U-Bahn-Züge ab 2022 und den dadurch notwendigen Umstrukturierungen im Bereich U-Bahn-Haltestelle bis Kirchplatz und Tiefgaragen-Einfahrt. Pläne der Stadt sehen zur Zeit ein neues Gebäude entlang der Cannstatter-Straße vor: Im EG Einzelhandel, darüber Räume der Kirchengemeinde und evtl. weitere Nutzung.

Lutherkirche

Ziel: flexibler Kirchenraum

Stand (Februar 2018): Bisher gab es Überlegungen, unter der Orgelempore die Bänke durch Stühle zu ersetzen. Die Nutzung wäre dann möglich gewesen für Posaunenchor, Kirchencafé, als Andachtsraum, für Kleingruppen, Gottesdienst für Kleine Leute und vieles mehr. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass sich nicht realisierbar ist. Wegen Nichtbeführwortung des Oberkirchenrats und dem enorm hohen Kostenaufwand für die Versetzung des Mesnerpults ist das Raumkonzept nicht zu verwirklichen.
Neue Überlegungen betreffen den Ausbau der Kirchenbänke unter der seitlichen Empore (Kinderkirchplätze). Die Nutzung wäre großteils wie oben angesprochen möglich. Frau Grupp vom Oberkirchenrat hat Ende Oktober 2017 vor Ort das Anliegen geprüft.
Ergebnis: Die Maßnahme ist wünschenswert, aber nicht notwendig. Das bedeutet, dass sie durchgeführt werden darf, aber voraussichtlich keine Zuschüsse zu erwarten sind. Beim Turmeingang unter den Emporen wäre der Einbau eines Eltern-Kind-Raumes möglich, wofür Zuschüsse zu erhalten sind. Der Parochieausschuss Lutherkirche wird weiter beraten.

Gemeindezentrum Johannes-Brenz

Ziel: Das Johannes-Brenz-Gemeindezentrum soll langfristig gehalten werden.
Die Eigennutzung soll erhöht werden durch z.B. Bündelung der Gemeindeaktivitäten „im Grünen“ / Sondergottesdienste/ Jugendgottesdienste/ Familienangebote. Auch wird angestrebt, die Anzahl der Vermietungen zu erhöhen. Ein Ausschuss „Zukunft Johannes-Brenz“ klärt dafür die grundlegenden Voraussetzungen.

Stand (Februar 2018): Der Ausschuss hat seine Arbeit Anfang Februar 2017 begonnen.
Bedingt durch die Erkrankung von Pfarrer Bossert hat der Ausschuss noch nicht weitergearbeitet. Ab Februar 2018 wird in Johannes-Brenz immer am 2. Sonntag im Monat der neueingeführte Gottesdienst von Kirchengemeinde und CVJM gefeiert unter dem Name „ Drei G“ (Glaube, Gemeinschaft, Gebet).

Pauluskirche

Ziel: Erneuerung von Heizung, Lautsprecheranlage, Toiletten, Seitenschiff- Nutzung

Stand (Februar 2018): Der Kirchengemeinderat hat im November 2016 den Finanzierungsplan in Höhe von 276.000 € beschlossen und eine Genehmigung des Finanzierungsplans und die Architektenbeauftragung beim Oberkirchenrat (OKR) beantragt.
Inzwischen ist die Beauftragung des Architekturbüros Treide erfolgt. Architekt Treide hat die Kirche besichtigt und erste Abklärungen vorgenommen. Das Denkmalamt war ebenfalls schon vor Ort.
Die Lautsprecheranlage wurde mittlerweile erworben und an das alte Stromnetz angeschlossen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden dann auch die Leitungen erneuert.
Das Architekturbüro hat die zweite Kostenschätzung in Höhe von 350.000 € eingereicht. Der zweite Finanzierungsplan wurde daraufhin im September 2017 im KGR beschlossen und vom Oberkirchenrat im
Dezember 2017 genehmigt. Zurzeit erfolgt die Einholung von Angeboten. Der Baubeginn ist im Herbst 2018 zu erwarten. Die Kirche wird während der Renovierung weitergenutzt. Der Abschluss der Bauarbeiten ist voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2019. Die Lautsprecheranlage wurde erworben und an das alte Stromnetz angeschlossen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden auch die Leitungen erneuert.

Stadtteil-und Familienzentrum (SFZ) bei der Pauluskirche

Stand (Februar 2018): Am 26. September 2017 hat der Gemeinderat der Stadt die Baufreigabe erteilt. Der Kostenrahmen liegt mittlerweile bei 7,5 Mio, weitere Steigerungen sind möglich.

Seit Frühjahr 2017 ist der Christof-Kindergarten provisorisch im Paulusgemeindeheim untergebracht. Er zieht im März 2018 in den Neubau um. Die Verträge Stadt/ Kirchengemeinde für den Erbbaupachtvertrag und den gemeinsamen Betrieb des SFZ liegen vor und werden in Kürze unterschrieben. Die gesamten finanziellen und rechtlichen Pflichten bezüglich Gebäude und Grundstück liegen ab März 2018 bei der Stadt Fellbach. Die Stadt hat bis Ende Februar 2018 die notwendigen Baumrodungen durchgeführt.
Nach Umzug des Kindergartens wird das Gebäude versiegelt, damit sich keine schützenswerten Tiere einnisten können.

Am 21.02.18 um 18:00 Uhr wird von der Stadt Fellbach in der Pauluskirche eine Infoveranstaltung mit BBM Soltys durchgeführt.

Mitte April 2018 erfolgen Abriss des Paulusgemeindeheims und Einrichtung der Baugrube, in den Sommermonaten der Beginn der Rohbauarbeiten. Die Einweihung des SFZ ist auf Ende 2019/Anfang 2020 geplant.


Eva Bosch,
Pfarrer Eberhard Steinestel